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December 24 2012

Reposted fromhorrorkabinett horrorkabinett

December 22 2012

Als Vertreter des von Johannes R. Becher geleiteten "Ministeriums für Kultur" der Sowjetzone die beschlagnahmten Schriften sichteten, mußten sie bald einsehen, wie unzweckmäßig es ist, Polizei-Organen kulturpolitische Aufgaben zu übertragen. Allein am Kontrollpunkt Oberbaumbrücke sortierten die Regierungsbeamten aus dem Stapel beschlagnahmter Bücher und Broschüren dutzendweise buntkartonierte Taschenausgaben der Weltliteratur aus, darunter handlich gehefteten Lesestoff etwa von Graham Greene und Ernest Hemingway.
DER SPIEGEL 20/1956 - Kontrolle an der Grenze
Reposted fromfreundeundhelfer freundeundhelfer
Blutrausch im Kinderzimmer - titel.jpg (JPEG Image, 300 × 395 pixels) via http://t.co/Dx4xOwxv
Reposted fromspielfilme spielfilme

Offen verkauft werden kleine stereoskopische Guckkästen, die durchsichtige Farbfotos nackter Fotomodelle zeigen. Sie kosten nur 10 Cents und sind als "Schlüsselanhänger" getarnt. Sie werden reißend abgesetzt.

In den Vergnügungshallen fast aller amerikanischen Großstädte stehen Filmautomaten, in denen der Beschauer nach Einwurf eines Nickels (5 Cents) oder eines "Dime" (10 Cents) zusehen darf, wie Hollywooder Modelle sich mit gefrorenem Lächeln und schlecht gespielter Schamhaftigkeit Stück für Stück entkleiden.

Nur einige Staaten haben die Filmautomaten verboten. In den meisten sind sie erlaubt. Nach offiziellen Berechnungen nimmt diese Kurzfilmindustrie, für die keine Zensur gilt, bei geringsten Kosten fast genau so viel ein wie die große Filmfirma Paramount.

DER SPIEGEL 24/1950 - Nur versteckt im Schlafzimmer
"Die Elternvereinigung und die Seelsorger führen den Verfall der Jugend teilweise auf die Erziehung im Dritten Reich zurück, soweit dies die ältere Jugend betrifft. Die größte Schuld aber dürften der heutige Film, die Schund- und Schmutzliteratur und zum größten Teil auch die Leichtfertigkeit der Eltern tragen".
DER SPIEGEL 6/1951 - Wie naiv die Eltern sind
Reposted byfasel fasel

Fortwährend werden Menschen massakriert, Dämonenopfer von Werwölfen angefallen, von Tigern zerfleischt, von Vögeln zerfetzt; Köpfe rollen, und Glieder zerreißen. "Roter und gelber Lebenssaft quoll aus den Wunden"; oder: "Ihre Kehle war zerschnitten und ihr Gesicht bis auf die Knochen abgenagt von Ratten"; oder: Es war ein unglaublich angenehmes Gefühl, die Todesschreie der Menschen zu hören ... Die Gier übermannte mich, Ich konnte mich nicht länger beherrschen, sprang zu dem Mann und sog mit meinem schwarzen Rüssel den roten Lebenssaft in mich hinein.

Leute werden, einzeln oder in Scharen, mal entmaterialisiert, mal in die Luft gesprengt: sie gehen an ekligen Krankheiten oder Entseelung zugrunde, versinken im Moor, im Meer oder lodern in Flammen auf. Und wenn die Autoren sie, lustvoll qualvoll, haben sterben lassen, geistern sie als Tote, vielmehr "Untote", halbverwest oder als Skelett, als verzauberte Tiere oder ferngesteuerte Roboter weiter, fluchen, beißen, prügeln, stechen, schießen. "Ja, töten! Töten! Töten!" krächzen drei von einem wahnsinnigen Wissenschaftler wiederbelebte Tote und stürzen sich auf "Professor Zamorra", einen Exorzisten aus dem Bastei-Verlag.

DER SPIEGEL 42/1977 - Blutiger Schaum zerplatzte vor seiner Nase

December 21 2012

Tatsächlich ist die Vorliebe für harte Videos beängstigend gewachsen. Vor allem Jugendliche aus der unteren Mittelschicht, so haben Jugendforscher ermittelt, fiebern nach der "Angst-Lust-Erregung", hervorgekitzelt durch möglichst haarsträubende Filme. Wenn auf der Mattscheibe Menschen gemeuchelt, vergewaltigt und zerstückelt werden, schwindet daheim die Langeweile.

Rund tausend Hauptschüler, im pfälzischen Frankenthal befragt, stellten eine Video-Hitliste zusammen, die Eltern und Pädagogen das Fürchten lehrte: Die 13 Spitzenreiter waren durchweg indizierte Filme. Besonders 13- bis 15jährige zeigten sich vom Anblick blutiger Gedärme oder jungfrauenverzehrender Kannibalen schwer begeistert.

Entsprechend spukt es in den Hirnen. Jugendliche "Vielseher", fand die Hildesheimer Erziehungswissenschaftlerin Luise Wagner-Winterhager heraus, träumen besonders gern von Bettszenen (über neunzig Prozent) und Verfolgungsjagden (82,3 Prozent), von Folterkammern (56,9 Prozent) und Menschenfressern (knapp 44 Prozent). Die Forscherin vermutet, daß die jungen Video-Fans mit Hilfe von Rambo- und Kung-Fu-Greueln "ihren Haß auf alle, die ihr Selbstwertgefühl gekränkt und angegriffen haben, durch einen grandiosen Lebensentwurf vom Typus des blutigen Rächers loswerden wollen".

DER SPIEGEL 32/1987 - Flotter Stich

December 20 2012

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Horror Café
Six of the Horror world's leading figures dine together. Hosted by Clive Barker with guests John Carpenter, Roger Corman, Ramsey Campbell, Lisa Tuttle and Pete Atkins.
Reposted byfasel fasel

December 19 2012

6190 8300
monkey death 

December 18 2012

Reposted bylukaszkaminzkiSyve

Welcher Art dieses Vergnügen ist, zeigte sich schon in der ersten Folge, die im November letzten Jahres, zwischen Bußtag und Totensonntag, im Nachmittagsprogramm gesendet wurde: Der zehnjährige Serienheld Speed startet in seinem Wunderauto "Mach 5" zu einem "Großen Alpenrennen", das Heidenspaß bereitet. Speeds Rivalen fliegen nämlich reihenweise aus den Kurven, schlagen Kobolz, rasen gegen Felsen, stürzen in Schluchten, verbrennen und verbluten beiderseits der Piste.

"Das sieht schlimmer aus, als es ist". tröstet freilich ein Synchron-Onkel die möglicherweise doch erschreckten Kinder, "gleich kommt "die Feuerwehr." Und Speed ist durch Leichenhaufen schon gar nicht zu bremsen: "Da muß jeder durch!" Zwar kostet die sportliche Kurzweil ihn das Augenlicht. Die feine Nase am Auspuff seiner Konkurrenten, riecht und rast aber der blinde 007-Knirps den Abgasen seiner Rivalen nach und schießt, auch den letzten, 85. Gegner heldentot links liegen lassend, siegreich durchs Ziel;

DER SPIEGEL 17/1972 - Nicht zu bremsen

December 13 2012

December 12 2012

December 09 2012

December 07 2012

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